Forschen & Lernen

Forschung & Monitoring in den Gebieten stellt im Wesentlichen eine regelmäßige, systematische und unter allen Gebieten vergleichbare Erhebung natürlicher Parameter dar, die den außergewöhnlichen universellen Wert kennzeichnen. Dabei müssen neben der abiotischen und biotischen Aufnahme innerhalb der Gebiete weitere Indikatoren erhoben werden, die etwaige Einflüsse von außerhalb kennzeichnen, um so frühzeitig Hinweise über mögliche negative Einflussfaktoren zu erhalten.
Die Inhalte des Monitorings gliedern sich daher in vier Bereiche: 1. Erfassung der natürlichen Grundlagen, Arten- und Biotopausstattung (Inventarisierung); 2. Dauerhafte Beobachtung der natürlichen Abläufe und Veränderungen des Ökosystems, der natürlichen Waldentwicklung und seiner Lebensgemeinschaften (Monitoring), 3. Spezielle naturwissenschaftliche Fragestellungen und Projekte (Spezielle Ökosystemforschung) sowie 4. Gesellschaftliche Bedeutung des Nationalparks/Biosphärenreservats, Besucherentwicklung und -verhalten und Tourismusfragen (Sozioökonomische Forschung).
- AG Forschung & Monitoring
Um sich über die Inhalte der Erhebung auch gebietsübergreifend auszutauschen, treffen sich regelmäßig die zuständigen Forschungsmitarbeitenden der Gebiete. Diese Treffen werden vom Lenkungsgruppen-Vorsitz koordiniert und dienen neben dem Austausch auch dazu, gemeinsame Projekte zu planen und umzusetzen.
- Forschungsprojekt des BMUKN
Im Rahmen der Ernennung zum Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder Deutschlands“ sind die fünf deutschen Teilgebiete Grumsin, Hainich, Jasmund, Kellerwald und Serrahn die Verpflichtung eingegangen, regelmäßig Forschungs- und Monitoringdaten in den Welterbeflächen zu erheben und zu veröffentlichen. Diese Daten sollen erstmals in vergleichender Perspektive umfassend betrachtet werden. Ziel des Vorhabens ist es daher, die relevanten Monitoringdaten der UNESCO-Welterbestätte auszuwerten und für das Welterbe-Berichtswesen sowie die Öffentlichkeitsarbeit aufzuberei-ten. Darüber hinaus soll im 15. Jubiläumsjahr der Ernennung zur UNESCO-Welterbestätte der deutschen Teilgebiete eine Fachveranstaltung ausgerichtet werden. Diese Fachtagung findet am 16. und 17. September an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde statt.
Die Federführung und Finanzierung des Projektes wurde von der Abteilung Naturschutz, Nachhaltige Naturnutzung, Natürlicher Klimaschutz im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit übernommen.

